வியாழன், 6 டிசம்பர், 2012

Die Abseitsregel



Die Abseitsregel ist eine Bestimmung in Sportarten wie FußballRugby Union und Eishockey, die bestimmte Spielfeldpositionen angreifender Spieler gegenüber den Verteidigern der gegnerischen Mannschaft für regelwidrig erklärt und somit den Angriff auf das gegnerische Tor unterbindet. Da Abseitsentscheidungen des Schiedsrichters und seiner Assistenten bisweilen strittig sein können, führen sie insbesondere beim Fußball regelmäßig zu hitzigen Diskussionen unter den Anhängern der am Spiel beteiligten Mannschaften. In den oben aufgeführten Sportarten sind Regelvarianten und die Regel an sich umstritten und von Zeit zu Zeit Änderungen unterworfen.
Die Abseitsregel verhindert, dass offensive Spieler hinter den defensiven Spielern oder gar in Tornähe auf lange Pässe warten, und führt so zu einem allmählichen Spielaufbau mit Dribbeln und Laufspiel.

Entstehung [Bearbeiten]

Die Grundregel des Abseits (Schweiz: Offside) entstand bereits zu den Anfängen des reglementierten Fußballs im 19. Jahrhundert in England. Damals waren noch nicht einmal die Größe der Tore oder der Spielfelder und die Anzahl der Spieler festgelegt. Die Begründung war, es sei unfair, hinter dem Rücken des Gegners ein Tor zu erzielen. Die Regel sollte auch verhindern, dass sich ein angreifender Feldspieler in der Nähe des gegnerischen Tors platziert, auf den Ball wartet und ihn dann mühelos einschiebt. Mit der ersten offiziellen Regel von 1863 waren nur Rückpässe nach hinten erlaubt. „Weil so aber kein (flüssiges) Spiel in Gang kam, wurde die Abseitsregel bereits nach drei Jahren geändert“[1], damit Zuspiele nach vorne möglich wurden: Von 1866 bis 1925 war kein Abseits, wenn mindestens drei verteidigende Spieler zwischen der Torlinie und dem Angreifer positioniert waren.
Seit 1907 ist Abseits in der eigenen Spielfeldhälfte nicht mehr möglich. Bei Abstoß und Eckstoß gab es kein Abseits, bei einem Einwurf dagegen schon. 1920 wurde auch für den Einwurf die Abseitsregel aufgehoben. Die heute gültigen Abseitsregeln wurden 1925 festgelegt. Seit 1990 ist gleiche Höhe kein Abseits mehr.
Die Regel entstammt dem Rugby, das bis zur Spaltung zwischen Rugby- und Football-Association Vorgängersport des Fußballs war. Im Rugby ist heute noch der Vorwärtspass verboten. Auch im American Football gibt es eine Regelwidrigkeit namens Abseits, jedoch bedeutet sie hier, dass sich ein Abwehrspieler zu Beginn des Spielzugs, in Blickrichtung seiner Mannschaft gesehen, hinter dem Ball (also auf Seite der Angreifer) befindet. Nach Beginn des Spielzugs ist der Aufenthalt hinter den gegnerischen Spielern im American Football für beide Seiten erlaubt.

Abseits

Abseitsstellung durch einen Gegenspieler aufgehoben

Kein Abseits (weil angreifender Spieler im Strafraum nicht ins Spiel eingreift)

Kein Abseits (weil sich der Ball näher an der Torlinie befindet als der angreifende Spieler)

Kein Abseits, weil der Ball vom Gegner kommt (Missgeschick)

Abseits (weil der Ball vom gegnerischen Torwart abprallt, ohne dass eine neue Spielsituation entsteht; ein Abprallen von Pfosten oder Latte hätte die gleiche Bedeutung)

Kein Abseits (weil ein außerhalb des Spielfeldes befindlicher Spieler das Abseits aufhebt)

Abseitsposition [Bearbeiten]

Die Regel 11 (Abseits) des Regelwerks[2] definiert zunächst die Position, an der ein Spieler „abseits“ stehen kann. Demnach befindet sich ein Spieler in einer Abseitsstellung
  • Wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball [umgangssprachlich: wenn er „vor dem Ball“ ist] und
  • er der gegnerischen Torlinie näher(*) ist als der vorletzte Gegenspieler [sich weniger als 2 Abwehrspieler vor ihm befinden] und
  • wenn er sich nicht in seiner eigenen Spielhälfte befindet.
(*) Gleiche Höhe mit dem vorletzten oder den beiden letzten Gegenspielern ist keine Abseitsstellung
Erläuterungen:
Maßgeblich für die Position des angespielten Spielers sind Füße, Rumpf und Kopf (Körperteile,mit denen der Ball regelkonform gespielt werden darf), nicht jedoch die Arme.
Bei der Bestimmung der Zahl der Gegenspieler kommt es nicht darauf an, ob es sich um den Torwart oder um Feldspieler handelt, auch wenn der Torwart meist der letzte Gegenspieler ist. Befinden sich die zwei oder mehr der letzten Gegenspieler auf gleicher Höhe, so gilt einer von ihnen als vorletzter Gegenspieler.
Bei der Beurteilung der Abseitsposition zählen alle verteidigenden Spieler, unabhängig davon, ob sie sich auf dem Platz befinden oder nicht. Davon ausgenommen sind nur die Spieler, welche den Platz mit Zustimmung des Schiedsrichters (z. B. zur Behandlung einer Verletzung) verlassen haben. Verlässt ein verteidigender Spieler den Platz ohne Zustimmung des Schiedsrichters, zählt er als auf der eigenen Torlinie oder der Seitenlinie stehend. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass ein Verteidiger den Platz absichtlich verlässt, um einen gegnerischen Spieler ins Abseits zu stellen.
Im Allgemeinen ist ein Spieler, der den Platz absichtlich und ohne Zustimmung des Schiedsrichters verlässt, zu verwarnen. Einem angreifenden Spieler, der sich in Abseitsstellung befindet, ist dies hingegen gestattet, um sich der Abseitsstellung zu entziehen. Allerdings muss er zum Wiedereintritt in das Spiel warten, bis die Situation geklärt ist und der Schiedsrichter dem Wiedereintritt zustimmt.

Regeln / Strafbares Abseits [Bearbeiten]

Im zweiten Teil der Regel 11 wird definiert, wann die Abseitsstellung ein Vergehen ist, also strafbar i. S. der Abseitsregel; denn die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch kein Vergehen dar. Ein Spieler wird nur dann für seine Abseitsstellung bestraft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters
  • zum Zeitpunkt, zu dem der Ball von einem Mitspieler berührt oder gespielt wird,
  • aktiv am Spiel teilnimmt, indem er ins Spiel eingreift, einen Gegner beeinflusst, aus seiner Position einen Vorteil zieht.
Kein Abseits liegt vor, wenn ein Spieler den Ball direkt erhält
Erläuterungen:
Aktive Spielteilnahme liegt vor, wenn der Spieler den Ball berührt, einen Gegenspieler in der aktuellen Spielsituation (z. B. Sichtbehinderung) beeinflusst oder behindert oder aus der Abseitsposition einen Vorteil zieht (bspw. der von Latte, Pfosten oder Gegner abprallende Ball wird gespielt).
Können mehrere Spieler einen Ball annehmen und standen zum Zeitpunkt der Ballabgabe nicht alle in Abseitsstellung, so muss der Schiedsrichter warten, welcher Spieler den Ball annimmt, bevor er seine Entscheidung trifft („wait and see“). Ist nach Ansicht des Schiedsrichters nur der in Abseitsstellung stehende Spieler in der Lage, den Ball anzunehmen, so soll er unmittelbar auf Abseits entscheiden. Wird der Ball, der von einem Mitspieler kam, durch einen Gegenspieler unabsichtlich abgefälscht oder prallt er von einem angeschossenen Gegenspieler unabsichtlich ab, so steht der Spieler – sofern die anderen Voraussetzungen zutreffen – im Abseits.
Die Schwierigkeit für den Schiedsrichter, auf Abseits oder kein Abseits zu entscheiden, liegt also in der Abwägung, ob in einer Spielsituation eine Abseitsstellung vorliegt und ob ein Spieleingriff erfolgt.
Jede Berührung durch einen Spieler der angreifenden Mannschaft zieht eine neue Spielsituation nach sich, d.h. es ist eine erneute Bewertung vorzunehmen, ob ein Spieler sich in einer Abseitsposition befindet; alle bis dahin bestehenden Abseitspositionen, die nicht bereits zu einer Entscheidung auf Abseits hätten führen müssen, sind dann erledigt. Dies gilt auch, wenn der Ball von einem Gegenspieler kontrolliert gespielt wird; eine unkontrollierte Ballweitergabe (z.B. Abpraller, missglückte Kopfballverlängerung) oder bloße Berührung durch einen Spieler der verteidigenden Mannschaft reicht dafür nicht aus. Diese Auslegung führt des Öfteren zu Diskussionen, wann eine neue Spielsituation entsteht.

Folgen [Bearbeiten]

Entscheidet der Schiedsrichter auf Abseits, spricht er der gegnerischen Mannschaft einen indirekten Freistoß zu. Dieser muss an der Stelle ausgeführt werden, an der sich der Spieler zum Zeitpunkt der Ballabgabe in Abseitsstellung befand. Beim Abseits handelt es sich um einen technischen Regelverstoß, nicht um ein verbotenes Spiel (Foul) oder unsportliches Verhalten. Darum kann es wegen Abseits nie eine Disziplinarstrafe (persönliche Strafe), Verwarnung oder Platzverweis (Rote Karte) gegen den Spieler geben, auch nicht, wie im Regelwerk für sonstige Fälle durchaus vorgesehen, wegen wiederholter Verstöße gegen die Spielregeln; eine vergleichbare Regelung gibt es sonst nur noch für den Einwurf.
Bei der Entscheidung, ob sich ein Spieler in einer Abseitsstellung befindet und einen Regelverstoß begeht, erhält der Schiedsrichter in höherklassigen Ligen Unterstützung durch seine Assistenten. Da diese an der Seitenlinie auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Abwehrspieler stehen, können sie die Situation meist besser einschätzen. Die Assistenten waren bei dem Konföderationen-Pokal 2005 angehalten, so lange zu warten, bis der Abseits stehende Spieler wirklich ins Spielgeschehen eingreift, und erst dann ein Fahnenzeichen zu geben. Der Deutsche Fußballbund gab allerdings zur Saison 2005/06 die Anweisung, nur solange zu warten, bis offensichtlich nur noch der Abseits stehende Spieler eingreifen kann, und somit diese umstrittene Neuerung weitgehend nicht umzusetzen, weil in der Zeit, in der das Abseits schon besteht, aber noch nicht angezeigt wurde, eine unnötige Verletzungsgefahr und eine Unsicherheit in Auslegung anderer Regeln bestehe. Außerdem führte diese Regel zu verständlichen Frustrationen bei Spielern, die einem Abspiel hinterher gelaufen waren und bei deren anschließendem Ballkontakt dann abgepfiffen wurde. Zur WM 2006 wurde diese Regelauslegung dann auch von der FIFA übernommen.
Die Abseitsregel gilt nicht beim Hallenfußball und entfällt je nach Verband in manchen Jugend-Spielklassen.
Da moderner Fußball schneller geworden ist, sind Fehlentscheidungen häufiger und nicht immer zu vermeiden. Der spanische Arzt Francisco Belda Maruenda wies nach, dass es einem Menschen prinzipiell nicht möglich ist, eine größere Zahl von Spielern und den Ball so genau zu beobachten, wie es für eine gesicherte Entscheidung notwendig wäre.[3] Um hier Abhilfe zu schaffen, sind Systeme denkbar, welche die Positionen der Spieler und des Balls elektronisch überwachen. Der Schiedsrichter muss dann nur noch entscheiden, ob bei den festgestellten Positionen zu ahndendes Abseits vorlag.
Wenn eine verteidigende Mannschaft die gegnerische Mannschaft gezielt ins Abseits laufen lässt, indem die Verteidiger kurz vor dem gegnerischen Ballabspiel schnell nach vorne (vom eigenen Tor weg) laufen, spricht man von einer Abseitsfalle. Diese Defensivtaktik gehört zu den schwierigsten im modernen Fußball, weil mitunter Sekundenbruchteile und Zentimeter den Ausschlag geben. Die Abseitsfalle wurde insbesondere von Ajax Amsterdam sowie der niederländischenund belgischen Nationalmannschaft in den 70ern perfektioniert.

Kritik am „passiven Abseits“ [Bearbeiten]

Die Regelung der allgemein als „passives Abseits“ bezeichneten Abseitseinschränkung, die besagt, dass der Schiedsrichter das Spiel laufen lassen muss, wenn ein Spieler zwar im Abseits steht, aber weder direkt noch indirekt ins Spielgeschehen eingreift, steht seit ihrer Einführung immer wieder in der Kritik. Dabei geht es vor allem um die Schwierigkeit der objektiven Beurteilung, ob ein Spieler in irgendeiner Form eingreift oder nicht. Sowohl auf Vereinsebene als auch auf internationaler Ebene forderten vor allem Trainer wiederholt, die Regelung klarer und einfacher zu verfassen.[4] Auch eine Abschaffung wurde wiederkehrend thematisiert, etwa von Ottmar HitzfeldJoachim LöwJupp Heynckes und Louis van Gaal.[5] [6] [7][8]
Eine im Jahr 2005 von der FIFA eingebrachte, beim Konföderationen-Pokal erstmalig eingesetzte Regel, die besagte, dass der Schiedsrichter erst dann das Spiel abpfeifen soll, wenn der oder die im Abseits stehenden Spieler den Ball berührt haben, erwies sich als untauglich. Die Regel führte zu kuriosen Spielverzögerungen. Der Schiedsrichter-Obmann des DFBVolker Roth, kommentierte es wie folgt:
„Ich konnte mir am Bildschirm ein Lachen nicht verkneifen. Man kann doch wohl eine solche Regelinterpretation nicht ernst meinen, wenn man einen abseits stehenden Spieler 20, 30 m rennen lässt, Gegner und Assistent hinter ihm her, um dann, wenn er den Ball berührt, die Fahne zu zücken.[9]
Nach heftigem Widerstand zahlreicher Fußball- und Schiedsrichterverbände wurde diese Auslegung wieder dahin gehend relativiert, dass erst auf Abseits entschieden wird, wenn klar ersichtlich nur noch der Abseits stehende Spieler eingreifen kann, auch wenn dieser noch nicht den Ball berührt hat.
Zur Beseitigung des passiven Abseits gäbe es die Möglichkeit, entweder „wie früher“ immer dann auf Abseits zu entscheiden, wenn ein Spieler sich in Abseitsposition aufhält, gleichgültig ob er in das Spielgeschehen eingreift oder nicht, oder die Abseitsregel wegen geänderter Voraussetzungen ganz abzuschaffen:
„Die Gefahr, dass die Stürmer nur noch vor dem Tor stehen, besteht heute nicht mehr. Denn heute muss jeder Stürmer Defensivarbeit verrichten, damit der Gegner nicht zu leicht Überzahlsituationen herausspielt.[10] “

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